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Formulare 

Die Schlechtwetterentschädigung (SWE)

Zweck

Wie bei der Kurzarbeit will die Schlechtwetterentschädigung dazu beitragen, dass Arbeitsverhältnisse nicht gekündigt werden. Sie wird für Arbeitsausfälle ausbezahlt, die dem Arbeitgebenden infolge schlechter Witterung zwingend entstanden sind.

Sie wird direkt dem betroffenen Arbeitgebenden ausbezahlt.

Wer ist versichert bzw. anspruchsberechtigt?

Die anspruchsberechtigten Branchen/Erwerbszweige werden in der ALV-Verordnung (Art. 65) abschliessend aufgezählt. Für die einzelnen Arbeitnehmende kann der Arbeitgebende einen Anspruch geltend machen, sofern diese die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und das AHV-Rentenalter noch nicht erreicht haben.

Nicht anspruchsberechtigt sind Arbeitnehmende, die

  • keinen bestimmbaren Ausfall erleiden oder deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist,
  • temporär angestellt sind.

Zudem werden Personen, die in einer arbeitgeberähnlichen Funktion angestellt sind (z. B. Geschäftsführer), von der Schlechtwetterentschädigung nicht entschädigt.

Antrag auf Schlechtwetterentschädigung

Die Geltendmachung auf Schlechtwetterentschädigung muss durch den Arbeitgebenden erfolgen. Dazu muss er bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle (KIGA oder AWA) eine Meldung einreichen (in der Regel spätestens bis zum 5. Tag des Folgemonates). Mit dieser Meldung wird auch die Arbeitslosenkasse gewählt. Für jede Baustelle ist ein Formular einzureichen.

Die kantonale Amtsstelle überprüft anhand eines meteorologischen Kalenders oder anderen geeigneten Unterlagen, ob die Arbeitsausfälle auch wirklich auf schlechte Witterung zurückzuführen sind.

Sofern die kantonale Amtsstelle die Schlechtwetterentschädigung grundsätzlich bewilligt, muss der Arbeitgeber die weitere Geltendmachung bei der gewählten Kasse fortsetzen. Die Kasse überprüft die Anspruchsvoraussetzungen im Detail und vergütet anschliessend die Schlechtwetterentschädigung.

Leistungen

Die nach Ablauf einer Karenzzeit ausgerichtete Leistung entspricht 80 % des Verdienstausfalls, der aufgrund der Witterungsverhältnisse entstanden ist.

Die Arbeitslosenversicherung vergütet bei der Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigung auch die Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/EO/ALV (vgl. Info-Service Broschüren und Abrechnungsformulare). Der Arbeitgeberanteil an die AHV/IV/EO/ALV beträgt: 6.225 %.
 

Wer kann mich umfassend über die Schlechtwetterentschädigung informieren?

Die kantonale Amtsstelle und die Regionale Arbeitsvermittlung können alle grundsätzlichen Fragen bezüglich Formulare, Voranmeldung und Betriebsabteilungen beantworten.

Für spezifische Fragen zu den Berechnungen und Leistungen, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Arbeitslosenkasse.
Adressen