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AVIG-Revision
 

Finanzielles

Grundlage

Die Arbeitslosenentschädigung (ALE)

Zweck

Die Arbeitslosenentschädigung will den versicherten Personen einen angemessenen Ersatz für erlittenen Erwerbsausfall bieten.
Die Entschädigung wird direkt von der zuständigen Arbeitslosenkasse an die Betroffenen ausbezahlt.

Wer ist versichert?

Personen mit einer unselbstständigen Tätigkeit (Angestellte) sind in der Regel ALV-beitragspflichtig und somit auch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Der Arbeitgebende zieht den Beitrag des Arbeitnehmenden direkt vom Lohn ab und entrichtet ihn der AHV-Ausgleichskasse.
Das Gesetz sieht zudem vor, dass Personen, die keine Beiträge leisten, unter gewissen Umständen trotzdem versichert sind (sogenannte von der Erfüllung der Beitragszeit befreite Personen).

Selbstständigerwerbende sind nicht beitragspflichtig und somit auch nicht versichert!

Wann habe ich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung?

Dauer des Versicherungsschutzes

Grundsätzlich ist der Versicherungsschutz an eine unselbstständige Erwerbstätigkeit gebunden (Ausnahme: Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit).
Beginn des Versicherungsschutzes: frühestens nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit.
Ende des Versicherungsschutzes: beim Erreichen des AHV-Rentenalters bzw. bei Vorbezug der AHV-Rente.
Im Einzelfall kennt das Arbeitslosenversicherungsgesetz das Prinzip der zweijährigen Rahmenfrist. Sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, wird eine Rahmenfrist eröffnet. Innerhalb dieser Rahmenfrist gelten in der Regel die zu Beginn festgesetzten Anspruchswerte.

Insolvenzentschädigung

Die Insolvenzentschädigung deckt bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (Insolvenz) den Verdienstausfall für maximal 4 Monate. Die Insolvenzentschädigung wird nur für geleistete Arbeit ausbezahlt. [mehr Infos]
Weitere Informationen können Sie jederzeit bei den Arbeitslosenkassen und Regionalen Arbeitsvermittlungszentren einholen.
Berechnung Taggeld

Leistungen

Als Basis für die Auszahlung gilt der sogenannte versicherte Verdienst. Dieser wird von der Arbeitslosenkasse normalerweise aufgrund der Einkommen der letzten 6 Monate festgesetzt.

Für Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, gilt als Basis ein Pauschalansatz.

Aus dem versicherten Verdienst (effektiv oder pauschal) wird ein Taggeld berechnet, das je nach persönlichen Verhältnissen 70 oder 80% des versicherten Verdienstes beträgt.

Beispiel:

Versicherter Verdienst = CHF 4'500.--

Taggeld 80 % = CHF 165.90 = (CHF 4'500.-- : 21.7* x 80 %)

*21.7 = Durchschnitt Werktage pro Monat

Pro entschädigungsberechtigten Tag wird somit ein Bruttotaggeld von CHF 165.90 ausbezahlt.

Zwischenverdienst

Der Zwischenverdienst - Vorteile für die Versicherten

Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit, das Sie während der Arbeitslosigkeit erzielen. Dieser Zwischenverdienst muss orts- und betriebsüblich entschädigt werden.

Sie haben Anspruch auf den Verdienstausfall im Rahmen Ihres Taggeldansatzes (70/80 %), solange der erzielte Verdienst nicht als zumutbar gilt.

Beispiel (Durchschnittsberechnung):

Versicherter Verdienst: CHF 4'000.--

Zwischenverdienst: CHF 1'800.--

Verdienstausfall (100 %): CHF 2'200.--

Davon wird Ihnen nun je nach Taggeldansatz 70 od. 80% ausbezahlt.

Vorteile bei einem Zwischenverdienst:

  • Sie sind im Arbeitsmarkt integriert und haben somit die Gelegenheit, weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln und interessante Kontakte zu knüpfen
  • Bei einem Taggeldansatz von 80% wird bei diesem Beispiel eine brutto Auszahlung von CHF 1'760.-- erfolgen. Zusammen mit dem Zwischenverdienst ergibt dies CHF 3'560.--  Ohne Zwischenverdienst erfolgt bei obigem Beispiel eine durchschnittliche Auszahlung von CHF 3'200.--
  • Sie schonen Ihren Taggeldanspruch